Europas Anleger haben am Donnerstag und damit am letzten Tag in der Oster-Handelswoche wieder bei DAX-Titeln zugegriffen. Feiertagsbedingt wird angesichts von „Karfreitag“ in Frankfurt am Main nicht gehandelt werden. Erst am Dienstag können Anleger wieder auf wichtige Ereignisse wie beispielsweise die am Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten reagieren.

Nach wie vor verweilt das deutsche Börsenbarometer oberhalb der jüngst eroberten 15.000-Punkte-Marke. Dabei bringt die Angst angesichts steigender Corona-Neuinfektionen rund um einen neuerlichen Lockdown in der Bundesrepublik Anleger nicht aus der Ruhe. Dass der Euro-Nachbar Frankreich in den nächsten vierwöchigen Lockdown geht, scheint für Börsianer lediglich eine Randnotiz zu sein.

Quelle: tradingview.com

OPEC+ im Blickpunkt

Im Blickpunkt dürften Anleger zudem die Gespräche der OPEC+ behalten, welche heute über die Ölfördermengen debattiert. Möglicherweise könnte eine Verlängerung der bisherigen Deckelungen beschlossen werden, da die zuletzt herausgegebenen Prognosen des Ölbedarfs gesenkt wurden. Bis zur Jahresmitte gilt es nach wie vor die Lagerüberschüsse abzubauen. Saudi-Arabien könnte vor diesem Hintergrund weiter an seinen freiwilligen Kürzungen festhalten, heißt es. Die US-Sorte Brent notiert im Vorfeld des OPEC+-Events bei 62,91 Dollar pro Barrel und damit 1,18 Prozent niedriger im Vergleich zum Vortag.

Quelle: tradingview.com

US-Arbeitsmarktdaten am Freitag im Vordergrund

Auf die am Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten können die DAX-Anleger erst am Dienstag reagieren, da die Börsenpforten am Karfreitag und Ostermontag feiertagsbedingt geschlossen sind. Mit einer Prognose von über 639.000 neu geschaffenen Arbeitsplätzen könnten laut Schätzungen besagte Daten herausstechen und damit positiv überraschen. Gegenüber dem Vormonat wurden 379.000 neue Stellen gemeldet.

Die zur Wochenmitte publizierten ADP-Daten, welche in der Regel einen ersten Appetizer auf die Non-Farm-Payrolls abgegeben, hatten in ihrer Prognose leicht enttäuscht.

Angesichts der ambitionierten Impfkampagne in den Vereinigten Staaten und der reichlich vorhandenen Notenbanker-Schützenhilfe ist die Aussicht auf eine sich erholende Konjunktur zuletzt wieder gewachsen. US-Präsident Joe Biden hatte jüngst sein Impfziel von 100 Millionen verabreichten Vakzinen in 100 Tage noch mal verdoppelt. Dieser Umstand dürfte sich auch an den US-Arbeitsmarktdaten ablesen lassen, welcher als eine vielerorts beachtete Indikation für den Gesundheitszustand der US-Konjunktur gilt.

US-Märkte fürchten steigende Zinsen bei US-Staatsanleihen

Die US-Anleger haben angesichts steigender Inflationssorgen am Mittwoch wieder auf das Bremspedal gedrückt. Als Katalysator für den Abgabedruck fungierte abermals die Zinsfurcht an den Anleihemärkten. Die US-Staatspapiere mit einer Laufzeit von zehn Jahren notierten zuletzt bei ihrem 14-Monats-Hoch im Umfang von über 1,77 Prozent. Zusätzlich befeuert werden die Sorgen um eine Inflation zusätzlich durch die weiteren Pläne des US-Präsidenten Joe Biden, ein Konjunkturprogramm in Höhe von drei Billionen Dollar auf die Beine stellen zu wollen. Das Geld solle dabei vor allem in die Infrastruktur, Energie und Bildung fließen, heißt es. Inklusive Steuererleichterungen seien sogar bis zu fünf Billionen Dollar drin.

Erst Anfang März hatte der US-Kongress ein Paket in Höhe von 1,9 Billionen Dollar gebilligt.

Hedgefonds-Schieflage bereitet Börsianern immer noch Sorge

Die jüngste Schieflage des Hedgefonds Archegos dürfte immer noch in den Beinen der Anleger hängen. Bis heute scheinen sich die US-Börsen von der Schieflage nicht vollständig erholt zu haben. Der Hedgefonds hatte sich zuletzt im größeren Stil verkalkuliert und Aktien ad hoc verkaufen müssen.

Auch an der Wallstreet wird morgen angesichts des Feiertags nicht gehandelt werden. US-Anleger können aber bereits am Montag auf die US-Arbeitsmarktdaten reagieren.

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