Aus Furcht vor einer Inflation haben die US-Aktienmärkte in der zweiten Wochenhälfte wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Infolgedessen sind die Zinsen der zehnjährigen US-Staatsanleihen am Donnerstag auf ein Ein-Jahres-Hoch geklettert. Auch Fed-Chef Jerome Powell konnte mit dem Versuch seiner verbalen Intervention die Gemüter nicht beruhigen. Powell sieht den jüngsten Anstieg der Zinsen nicht als Argument an, um von der nach wie vor ultralockeren geldpolitischen Marschroute abzuweichen. Die Märkte hatten mit einem Signal im Hinblick auf die Anleihekäufe durch den Währungshüter gerechnet.

Hingegen sorgt am Ölmarkt die Entscheidung der OPEC für Aufsehen. Die Organisation erdölexportierender Länder hat mit der Entscheidung, die Fördermenge nicht zu erhöhen, für einen Preissprung beim schwarzen Gold gesorgt.

Dass das Reich der Mitte sein Wachstumsziel für dieses Jahr niedriger ansetzt als im Vorfeld erwartet, dürfte ebenfalls überraschen. Hingegen können die US-Arbeitsmarktdaten positiv herausstechen.

US-Arbeitsmarktdaten überraschen

Die US-Arbeitsmarktdaten haben am Freitag positiv überrascht. Mit 465.000 neu geschaffenen Stellen für den Monat Februar sind diese deutlich besser ausgefallen als im Vorfeld erwartet (182.000). Die im Vormonat ausgegebenen Stellen wurden auf 90.000 Einheiten nach oben revidiert. Angesichts dieser Nachrichten zog die Weltreservewährung weiter an. Auch die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe kletterte auf über 1,617 Prozent, was gleichzeitig dem höchsten Stand seit einem Jahr entspricht.

Die Stundenlöhne verteuern sich um 0,20 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote notiert bei 6,2 Prozent (Vormonat: 6,2 Prozent).

Zehnjährige US-Staatsanleihen auf Jahreshoch – Powells Beruhigungsversuch schlägt fehl

Die Aussagen des Fed-Chef Jerome Powell haben die Märkte nicht beruhigen können. Die erhoffte Beruhigungspille hat Powell damit nicht auf Rezept verschrieben. Im Gegenteil: Seine vagen Aussagen verunsicherten die Anleger zusehends. Powell betonte zwar, dass die Fed keine Sorge wegen einer anziehenden Inflation habe. Doch was der Währungshüter signalisiert und was die Anleger glauben, sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Opec sorgt für Preissprung bei Ölpreis

Die Ölexport-Länder habe ihre restriktive Haltung gegenüber der Ölförderung für einen weiteren Monat bis Ende April fortgesetzt. Die Länder Russland und Kasachstan seien davon nicht betroffen. Beide Länder erhöhen ihre Produktion um 130.000 Barrel bzw. 20.000 Barrel pro Tag.

Zu Beginn des Jahres hatte die Opec, welche unter der Führung von Saudi-Arabien und Russland liegt, die Produktion heruntergefahren, um die Preise zu stabilisieren.

Im Vorfeld der am Donnerstagabend stattfindenden Online-Veranstaltung wurde mit einer Ausweitung der Fördermenge gerechnet. Angesichts des Status Quo klettern die Ölpreise nun weiter gen Norden. Eine Einheit der europäischen Sorte Brent kletterte mit 67,34 Dollar auf den höchsten Stand seit Januar 2020. Die Sorte West Texas Intermediate zog bis auf 64,38 Dollar pro Barrel an. Die Analysten der US-Investmentbank erwarten mittlerweile einen Anstieg bis auf 80 Dollar für das dritte Quartal des Jahres. Citigroup-Händler verweisen auf einen Preis von 70 Dollar pro Einheit.

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