An der New Yorker Techbörse Nasdaq sind die Anleger am Donnerstag sprichwörtlich in Deckung gegangen. Damit sehen die Vorgaben für den Wochenendspurt nicht gerade rosig aus. Während der Dow Jones mit 1,75 Prozent schwächer schloss, gab der breit gefasste S&P 500 gut 2,45 Hundertstel auf 3.829 Zähler ab. An der Technologiebörse Nasdaq steckten die Investoren massiv Gewinne ein. Bis zu 3,52 Prozent auf 13.119 Punkte sackte der Tech-Index ab. Aus Furcht vor steigenden Rentenrenditen zeigen sich Börsianer rund um den Globus spürbar nervös. Die Verkaufswelle an den Techbörsen dürfte nicht zuletzt auch zu Lasten von Kryptowährungen wie etwa Bitcoin gegangen sein, welche wiederum Blockchaintitel wie die von Riot respektive HIVE Blockchain großen Abgabedruck bescherten. Beide Papiere verlieren erneut binnen 24 Stunden zweistellig an Wert.

US-Rendite klettert über 1,6 Prozent gen Norden

Vor dem Hintergrund der anziehenden Zinsen wie der zehnjährigen US-Renditen, werden Anleger dies- und jenseits des Atlantiks zusehends nervöser. Auch der jüngste Versuch einer verbalen Intervention durch US-Notenbankchef Jerome Powell konnte bis dato nicht viel helfen. Powell hatte in dieser Woche den Fingerzeig auf eine Fortsetzung der ultralockeren Geldpolitik gelegt. Aus Furcht vor einer zunehmenden Inflation schenken Anleger den Worten Powells nur sehr wenig Glauben.

EZB zeigt sich besorgt über steigende Zinsen und Renditen

Nicht zuletzt die Europäische Zentralbank (EZB) zeigt sich angesichts der steigenden Zinsen und Renditen an den Finanzmärkten besorgt. Die Sorge, dass die jüngste Entwicklung steigende Kreditkosten für Unternehmen und Haushalte zur Folge haben und die erhoffte konjunkturelle Erholung an Schwung verlieren könnte, dürfte die Notenbanker unruhig schlafen lassen. Die EZB will angesichts ihres Anleihekaufprogramms PEPP weiterhin die Märkte mit reichlich billigem Geld fluten. Das Programm im Umfang von 1,85 Billionen Euro laufe noch bis Ende März 2022, heißt es. Insgesamt sein rund eine Billion Euro ungenutzt. Falls nötig, könnte der Währungshüter seine monatlichen Anleihenkäufe jederzeit hochfahren.

US-Konjunkturdaten geben Hoffnung

Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den Vereinigten Staaten ist im Vergleich zum Januar überraschenderweise um 3,4 Prozent angezogen. Die Erholung am Arbeitsmarkt tritt hingegen weiter auf der Stelle. Zuletzt waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe mit einem Minus von 111.000 Einheiten auf 730.000 an der Zahl etwas besser ausgefallen als erwartet. Ende nächster Woche werden mit den US-Arbeitsmarktdaten weitere wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht.

Konjunkturdaten im Blickpunkt – Unternehmenszahlen rücken in den Hintergrund

Richtungsweisende Frühindikatoren hierzulande in der Eurozone als auch jenseits des großen Teichs werden in dieser Woche Taktgeber darstellen. Bereits zu Wochenbeginn markieren Daten zur europäischen Industrieproduktion den Start in die Woche. Die Industrie dürfte sich im Kontext der konjunkturellen Flurschäden durch die Pandemie weiterhin eingetrübt haben.

Am Dienstag dürften Anleger im Hinblick eines frischen Zahlenwerks zum Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone hellhörig werden. Laut Prognosen soll sich besagte Kennziffer um 5,10 Prozent eintrüben. Die Coronavirus-Pandemie dürfte das BIP eiskalt erwischt haben. Widerspiegeln dürften sich die Folgeschäden in den ZEW-Konjunkturerwartungen, welche ebenfalls am Dienstag publik werden.

Zur Wochenmitte rücken die FOMC-Protokolle in den Blickpunkt. Die ultralockere geldpolitische Marschroute dürfte bekräftigt werden. Auch die EZB wird am Donnerstag einen Überblick über Finanzmärkte sowie die wirtschaftlichen und monetären Entwicklungen geben.

Am Freitag runden die Einkaufsmanager-Indizes (Markit) für die USA, die Eurozone und Deutschland die Börsenwoche ab.

Auf der Unternehmensseite rücken die Papiere von Beiersdorf am Mittwoch, am Donnerstag von Daimler, MTU Aero Engines und am Freitag der Allianz in den Vordergrund.

Steigende US-Zinsen setzen auch Blockchain-Aktien zu

Angesichts steigender US-Zinsen sind nicht nur Techwerte unter die Räder gekommen, sondern auch die Kurse um Bitcoin und Co und damit auch Blockchain-Titel. Für die Papiere von Riot bzw. HIVE Blockchain geht es auf Wochensicht um fast 30 Prozent gen Süden. Beide Unternehmen haben ihren Fokus auf das Bitcoin-Mining gesetzt. Angesichts der Talfahrt bei der Kryptowährung Bitcoin geraten diese folgerichtig unter Druck. Die größte und bekannteste Digitalwährung verliert kurz vor Wochenende über sieben Prozent auf knapp unter 46.000 Dollar. Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf über 20 Prozent.

Nicht zuletzt die Sorge um eine womöglich straffere Regulierung der Digitalwährungen hat Anleger bereits zu Wochenbeginn nervös gestimmt. Nach wie vor regiert die Furcht, dass Yellen den Regulierungsgürtel zu eng ziehen und Bitcoin und Co die Luft zum Atmen nehmen könnte. Vor wenigen Tagen hatte sie den Bitcoin als einen “hochspekulativen Vermögenswert” verurteilt. Zusätzlich mache sie sich Sorgen über mögliche Verluste, welche Anleger erleiden könnten. Zudem sei sie besorgt über die Rolle des Bitcoins im Hinblick auf “illegale Finanzierungen” und den Energieverbrauch.

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