Der DAX hat am Donnerstag und damit nach der Fed-Notenbanksitzung auf sonderbar hohen Niveau wieder etwas nachgegeben. Am Freitag tanzen auf dem Frankfurter Börsenparkett die Hexen. Der Leitindex präsentiert sich am Mittag bei rund 15.640 Punkten mit einem Abschlag von 0,55 Prozent im Vergleich zum Vortag.

An den Terminbörsen laufen Optionen nebst Futures auf Aktienindizes und einzelne Aktientitel aus, was nicht zuletzt zu einer erhöhten Volatilität führen könnte.

Für Schlagzeilen sorgten zuletzt auch die Papiere des biopharmazeutischen Unternehmens CureVac.

Keine klaren Signale kamen ebenfalls nicht von der Wall Street, wo die US-Börsen uneinheitlich geschlossen hatten. Die Aussagen der Fed, dass die lockere Geldpolitik möglicherweise schon bald der Vergangenheit angehört, hat Anleger wieder vorsichtiger werden lassen.

DAX und Wall Street: „Hexensabbat“ mischt Karten neu – Diskussionen um Zinswende in den USA hemmt Kauflaune

Trotz anziehender Inflation und rückläufigen Corona-Zahlen und die damit einhergehenden wirtschaftlichen Verbesserungen jenseits des Atlantiks hält die Fed zunächst weiter an ihrem Zinsgespann zwischen 0,00 und 0,25 Prozent fest. Dies hatte die Fed am späten Mittwochabend bekannt gegeben.

Bestehen bleiben sollen auch die Anleihekäufe, welche derzeit ein Volumen im Umfang von 120 Milliarden Dollar besitzen – bis „erhebliche Fortschritte bei Preisstabilität und Finanzstabilität“ erreicht sein, heißt es.

Die ersten Signale in puncto Zinswende haben zahlreiche Investoren auf dem falschen Fuß erwischt. Denn das, was der US-Währungshüter signalisiert und das, was die Anleger glauben, könnten am Ende des Tages zwei verschiedene Paar Schuhe sein. Solange eine Zinserhöhung in der Praxis offensichtlich nicht in Stein gemeißelt ist, könnten die Anleger tendenziell im Niedrigzins weiterhin einen Nährboden finden. Den Schock über die ersten Signale in Sachen Zinswende dürften Anleger womöglich damit schneller abschütteln als gedacht.

DAX 30 auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Goldpreis fällt deutlich unter 1.800-Dollar-Marke

Die jüngste Fed-Notenbanksitzung und die damit im Zusammenhang stehenden befeuerten Zinsfantasien der Anleger haben für einen zwischenzeitlichen Einbruch beim Goldpreis gesorgt. Per Wochenfrist verliert das gelbe Edelmetall ganze 5,6 Prozent auf aktuell 1.792 Dollar oder 1.504 Euro pro Einheit. Dabei lastet vor allem eine wieder erstarkte Weltreservewährung auf dem Gemüt der Anleger. Der US-Dollar-Index notiert aktuell bei rund 92 Punkten und damit so hoch wie seit Ende März nicht mehr. Das vorherrschende Thema bleibt die Zinsentwicklung in den USA nebst einhergehender Stärke des US-Dollar. Das zinslose Edelmetall verliert damit jeglichen Glanz und macht es für Investoren sukzessive unattraktiv.

CureVac-Aktie mit technischer Gegenbewegung nach Ausverkauf

Nach der gestrigen Kurshalbierung des Aktienkurses von CureVac haben mutige Anleger am Freitag für eine zwischenzeitliche technische Gegenbewegung sorgen können. Das Papier war bereits im nachbörslichen US-Handel zur Wochenmitte um die Hälfte eingebrochen. Am Donnerstag verlor die Aktie auf deutscher Seite bis in die Tiefe rund 52,4 Prozent. Am Freitag kann sich Aktie zunächst um rund 10 Prozent erholen.

Als Auslöser fungierten schwache Ergebnisse in puncto Wirksamkeit in Höhe von nur 47 Prozent gegen eine COVID-19-Erkrankung. Die Bundesregierung hatte große Hoffnungen in der laufenden Impfkampagne auf den Impfstoff gesetzt und bereits fest eingeplant. Diese lösen sich nun offensichtlich in Luft auf. Auch wenn die Studie weiter fortgesetzt werden soll und der sogenannte Wirksamkeitsgrad sich noch erhöhen könnte, bleibt eine Zulassung schwierig. Das Vertrauen in das Unternehmen und damit in das Impfpräparat dürfte ohnehin stark in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Anleger sollten es vermeiden, in das fallende Messer zu greifen.

Curevac Aktie auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

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