US-Anleger können auf ein äußerst positives Jahr zurückblicken. Insgesamt steuert der Dow Jones auf einen Jahresgewinn in Höhe von rund 12 Prozent zu, der S&P 500 kommt im gleichen Zeitraum auf rund 13 Prozent, der technologielastige Nasdaq 100 verteuert sich um über 28 Hundertstel.

Zum Vergleich: Für den deutschen Leitindex (DAX 40) beträgt die Jahresbilanz gut +16 Prozent.

Dow Jones Industrial Average Index auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

COVID-19, Inflation und US-Geldpolitik waren zentrale Themen in 2021

Dreh- und Angelpunkt für die Märkte waren im Jahr 2021 die Coronavirus-Pandemie und nicht zuletzt die grassierende Inflation sowie die Zinssituationen rund um den Globus. Die Aussicht auf „billiges Geld“ durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hatte Anleger am Ende des Tages immer wieder zurück in die Aktienmärkte gelockt. Im kommenden Jahr könnte die Attraktivität von Anteilsscheinen allerdings nachlassen. Sollte die Fed wie derzeit in Aussicht gestellt tatsächlich drei Zinsschritte vollziehen, dürfte dies die Zinswende einleiten und damit die Zeiten der Niedrigzinspolitik in den USA beenden. Eines der zentralen Themen sollte sein, inwieweit sich die Inflation durch die in Aussicht gestellten restriktiven Werkzeuge tatsächlich nachhaltig bekämpfen lässt. Im November stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,8 Prozent und damit so stark wie seit 40 Jahren nicht mehr.

Joe Biden telefoniert mit Wladimir Putin wegen Ukraine-Konflikt

US-Präsident Joe Biden hat am Donnerstag mit dem russischen Präsident Wladimir Putin über das Thema Ukraine telefoniert. Biden hat Putin im Falle eines militärischen Eingreifens in der Ukraine mit harten Sanktionen gedroht. Für die Anleger fungiert der Ukraine-Konflikt als ein geopolitisches Risiko in den kommenden Tagen und Wochen. Sollte der Konflikt eskalieren, könnte dies zu Turbulenzen an den Kapitalmärkten führen.

US-Arbeitsmarktdaten werfen ihre Schatten voraus

Bereits am Donnerstag hatten die Daten zu den wöchentlichen Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe positiv überrascht. In der kommenden Woche geben die ADP-Beschäftigungsdaten einen ersten Vorgeschmack auf die Non-Farm Payrolls (NFPs). Die Erwartungen betragen 438.000 neue Stellen (Vormonat: 534.000).

In einer Woche lauten die Erwartungen für den Beschäftigungszuwachs außerhalb der Landwirtschaft 400.000 neue Stellen und damit doppelt so viel wie im Monat zuvor.