Die US-Börsen zeigen sich nach wie vor in blendender Verfassung. Der Dow Jones Industrial hat am Donnerstag den vierten Tag in Folge ein Rekordhoch erreicht. Auch der breit gefasste S&P 500 kletterte auf den höchsten Stand in der Geschichte auf 3939,39 Zähler (+1,04 Prozent). Der Dow notierte zuletzt bei 32.395,59 Punkten und damit rund 0,58 Prozent fester. Hingegen kann der technologielastige Nasdaq 100 seine Aufholjagd weiter fortsetzen. Bei 13.052,90 Zählern notiert der Tech-Index noch etwa rund fünf Prozent von seinem jüngsten Rekordstand aus Mitte Februar entfernt.

Die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen befindet sich wieder auf dem Rückzug. Hingegen sorgt das jüngste Durchwinken des US-Konjunkturprogramms für Gesprächsstoff. Auch an der Impfstoff-Front gibt es positive Nachrichten.

Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen sinkt wieder

Die Rendite der US-Staatspapiere mit einer Laufzeit von zehn Jahren ist in dieser Woche etwas gefallen. Zuletzt notierte die Rendite bei 1,52 Prozent. Vor rund einer Woche lag diese noch bei über 1,60 Hundertstel und damit so hoch wie seit einem Jahr nicht mehr. Die nachlassende Sorge vor einer Inflation dies- und jenseits des Atlantiks liegt in den Zahlen zum US-Verbraucherpreisindex begründet. Diese waren zur Wochenmitte mit 1,30 Prozent niedriger ausgefallen als im Vorfeld erwartet (1,40 Prozent).

Genährt wurde die Furcht zuletzt durch die historische Notenbanker-Schützenhilfe unter der neuen Joe-Biden-Regierung. Insgesamt stehen nun offiziell weitere 1,9 Billionen Dollar zur Verfügung, um der COVID-19 gebeutelten Wirtschaft nachhaltig unter die Arme greifen zu können. Vor allem Arbeitslosenhilfe und Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung wie etwas Tests oder eben auch Stimulusschecks in Höhe von 300 Dollar umfassen das Paket.

US-Konjunkturpaket ist weiteres Wasser auf die Mühlen der Anleger – auch die EZB liefert weiter

Die Fortsetzung der Politik des „billigen Geldes“ ist und bleibt weiteres Wasser auf die Mühlen der Anleger. Gegenüber Anteilsscheinen bleiben die Anlagealternativen zwar nicht gänzlich aus, doch überschaubar. Die weiteren Liquiditätsschwemmen werden früher oder später womöglich in großen Teilen ihren Weg an die globalen Aktienmärkte finden.

EZB erhöht Geschwindigkeit der Anleihekäufe und korrigiert Inflationserwartung nach oben

Auch die europäischen Kollegen unter der Federführung von EZB-Chefin Christine Lagarde gaben am Donnerstag bekannt, die Märkte weiterhin und nachhaltig mit reichlich Liquidität fluten zu wollen. Der Währungshüter will das Tempo der Anleihekäufe erhöhen und erwartet in 2021 gleichzeitig eine höhere Inflation im Umfang von 1,5 Prozent. Im aktuellen Umfeld bleibe „die Sicherstellung günstiger Finanzierungsbedingungen während der Pandemie-Phase entscheidend. „Die Anleihekäufe des in der Corona-Pandemie aufgelegten Programms PEPP sollten „im nächsten Quartal deutlich schneller als in den ersten Monaten dieses Jahres getätigt werden“, heißt es weiter. Während die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen daraufhin unmittelbar sank, kletterten europäische Indizes wie der DAX auf ein neues Rekordhoch.

US-Techwerte ziehen wieder an: Facebook und Tesla hoch im Kurs

Angesichts der an wieder Fahrt aufnehmenden Rally bei den Techwerten wie beispielsweise Tesla oder Facebook steigt eine grundsätzliche Triebfeder für die Wallstreet wieder auf Betriebstemperatur. Im Kielwasser der erneut auflebenden Tech-Rally kommen die gesamten US-Börsen wieder in den Genuss von Kursgewinnen. Der Social-Media-Riese Facebook hatte zuletzt bekannt gegeben Werbung in kürzeren Videos platzieren zu wollen. Der E-Autobauer Tesla profitiert nicht zuletzt von der an wieder an Fahrt aufnehmenden Bitcoin-Rally.

Johnson & Johnson Papiere im Blickpunkt

Hingegen geraten die Papiere von Johnson & Johnson wieder in das Visier der Anleger. Die Europäische Union hat am Donnerstag den vierten Impfstoff zugelassen. Ab sofort kann das Vakzin von Johnson & Johnson eingesetzt werden. Via des Kurznachrichtendienstes Twitter hatte EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen grünes Licht kommuniziert. Damit folgt die Kommission einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA. Die EU habe insgesamt 200 Millionen Einheiten bestellt. Auf Deutschland entfallen 36,7 Millionen Stück, heißt es.

Ab kommenden April will der US-Hersteller mit den Lieferungen beginnen. Angesichts des Exportstopps für Corona-Impfstoffe bleiben jedoch Fragezeichen hinter einer rechtzeitigen Lieferung bestehen. Das Vakzin von Johnson & Johnson muss im Vergleich zu Konkurrenz-Impfstoffen lediglich einmal injiziert und kann bei Kühlschranktemperaturen aufbewahrt werden. Die EMA bestätigt eine Wirksamkeit von 67 Prozent. Die Vakzine von BioNTech und Pfizer hatten zuletzt laut einer israelischen Studie eine Wirksamkeit von 97 Prozent aufweisen können.

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