Das Frankfurter Börsenbarometer hat sich am Freitag und damit unmittelbar wenige Stunden vor Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten mit freundlichen Notierungen gezeigt. Am Nachmittag notiert der DAX bei 15.351 Punkten und damit ein Prozent oder 154 Zähler fester. Dabei dürfte der Leitindex nicht zuletzt vom schnellen Kielwasser der Wallstreet profitieren. Der Dow Jones war am Freitag bei 34.548 Punkten auf ein Rekordhoch geklettert. Auch der breit gefasste S&P 500 nebst technologielastige Nasdaq konnten um 0,8 respektive 0,4 Prozent zulegen.

US-Arbeitsmarktdaten ante portas

Der Höhepunkt der Woche wartet mit den am heutigen Nachmittag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten. Prognosen zufolge könnte sich der Stellenaufbau außerhalb der Landwirtschaft für den Monat April auf 978.000 Einheiten belaufen.

Sollten der Arbeitsmarkt eine weiterhin erholende Tendenz aufweisen, dürfte dies gleichzeitig auch die Inflationssorgen befeuern. Vor diesem Hintergrund könnten die Zinsfantasien der Anleger wieder an Fahrt gewinnen. Auf der einen Seite bleibt eine sich erholende Konjunktur angesichts der nach wie vor wütenden Coronavirus-Pandemie wünschenswert und auch eingepreist. Auf der anderen Seite dürfte ein zu schnelles Wachstum den US-amerikanischen Währungshüter zum Handeln zwingen.

DAX 30 auf Tagesbasis

DAX 30 auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Yellen nährt Zinsfurcht

“Es könnte sein, dass die Zinsen etwas ansteigen müssen, um sicherzustellen, dass unsere Wirtschaft nicht überhitzt”, sagte US-Finanzministerin und ehemalige Notenbank-Chefin Janet Yellen. Am Dienstagabend hatte Yellen erst mal öffentlich einen möglichen Anstieg der Zinsen ins Spiel gebracht. Kurze Zeit später ruderte sie allerdings wieder zurück. Die Märkte hatten angesichts ihrer Aussagen zwischenzeitlich kräftig nachgegeben. Eine zu rasche Zinswende könnte die Anleger auf dem falschen Fuß erwischen.

Anleger warten auf Signale einer Zinswende

Die Anleger warten nach wie vor auf Signale einer möglichen Zinswende in den USA. Fed-Chef Jerome Powell hatte auf der jüngsten Notenbanksitzung deutlich gemacht, dass man die Öffentlichkeit rechtzeitig informieren wolle, sobald die Notenbank von ihrer ultralockeren Geldpolitik abrücken wollen. Hiermit könnte gemeint sein, dass sich die Wirtschaft Richtung Vollbeschäftigung bewege und die Inflation für eine längere Zeit oberhalb der Schwelle von zwei Prozent notiert.

Dow Jones Industrial Average Index auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Diskussionen um Inflation dürften anhalten

Börsianer dies- und jenseits des Atlantiks dürften somit weiterhin fleißig diskutieren, wann die US-Notenbank Fed die Zinsen anheben respektive von dem aktuellen Zinspfad abweichen könnte. Verbale Interventionen wie zuletzt durch Janet Yellen implizieren jederzeit die Gefahr, die Märkte in Unruhe zu versetzen. Vor dem Hintergrund der Entwicklung der Anleihemärkte dürften Anleger zudem immer wieder dem Zinsgespenst begegnen. Seit Sommer stieg der Wert von 0,51 Prozent bis in die Spitze auf 1,77 Hundertstel. Aktuell notieren diese bei rund 1,60 Prozent. Gegenüber Anteilsscheinen gewinnen Anleihen damit wieder signifikant an Attraktivität.

Nicht zuletzt das im März verabschiedete billionenschwere Konjunkturprogramm in Höhe von 1,9 Billionen Dollar dürfte dabei eines der ausschlaggebenden Punkte darstellen. Gleichzeitig erwarten die Märkte weitere Hilfen in der schwelenden Coronavirus-Pandemie. Auf der anderen Seite nähren zu großzügige Notenbanker-Schützenhilfen aber auch die Furcht vor einer Inflation.

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