Diesseits- und jenseits des Atlantiks sind die Anleger zum Wochenende in Deckung gegangen. Spekulationen um mögliche Steuererhöhungen durch US-Präsident Joe Biden verhageln den Investoren den Schlussspurt. Die Erhöhungen könnten dabei vor allem Besserverdienende betreffen. Demnach seien die Kapitalertragssteuer und Körperschaftssteuer im Gespräch.

Biden will dabei die Investitionen in Sektoren wie Bildung und Kinderversorgung stärken. Dies bedeutet konkret: Für Bürgerinnen und Bürger mit einem Jahreseinkommen ab über einer Millionen Dollar könnte die Kapitalertragssteuer auf 39,6 Prozent nahezu verdoppelt werden.

EZB hält ihren Kurs bei

Wie am Donnerstag beschlossen, will die Europäische Zentralbank (EZB) ihre ultralockere Geldpolitik weiter beibehalten. Demnach wird das erst im März beschleunigte Tempo des Notfallprogamms PEPP weiter fortgesetzt. „Die wirtschaftlichen Aussichten bleiben weiter eingetrübt“, sagte Lagarde. Auch wenn es leichte Zeichen einer Erholung gebe, habe sich „die wirtschaftliche Lage im Euroraum aber nicht wesentlich verändert.“ Vor diesem Hintergrund bleibe auch wie bereits im Vorfeld erwartet der geldpolitische Schlüsselzinssatz auf einem Rekordtief bei null Prozent.

Das Anleihenkaufprogramm PEPP umfasst insgesamt 1,85 Billionen Euro, welche der Währungshüter bis Ende März 2022 ausgeben könnte. Bis dato seien rund die Hälfte des Pakets ausgegeben.

Spannend dürfte jedoch sein, was nach dem auslaufenden Programm im kommenden Jahr der Plan seitens der EZB sein wird. Die Notenbanker dürften bis dahin nicht müde werden zu betonen, dass man an der aktuell bestehenden Geldpolitik festhalten werde. Gut möglich, dass man tendenziell das Tempo der Anleihekäufe in Zukunft drosselt, sollten sich die Konjunkturaussichten nachhaltig verbessern und das Ende der Coronavirus-Pandemie in absehbare Nähe rücken.

Coronavirus-Pandemie erfährt hierzulande wieder mehr Aufmerksamkeit

Mit einer einfachen Impfquote von mittlerweile über 22 Prozent nimmt das Tempo in der laufenden Impfkampagne weiter an Fahrt auf. In den USA sind hingegen über 40 Prozent der Menschen mit einer ersten Impfe versehen. In Deutschland gelten sieben Prozent der Bevölkerung als vollständig geimpft – in den Vereinigten Staaten rund 26 Prozent der Gesamtheit. Der Verlauf der Impfungen bleibt eine wichtige und entscheidende Indikation auf dem Weg zurück zu einer „Normalität“.

Mit weit über 25.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden grassiert das Coronavirus aber nach wie vor wütend in der Bundesrepublik. In dieser Woche wurden bereits neue bundeseinheitliche Maßnahmen beschlossen, welcher ab einer Inzidenz von 100 greifen sollen. Größere Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Aktivitäten des Landes sollten diese aber nicht ausüben. Die Anleger behalten die Coronavirus-Pandemie zwar im Blick, doch die ganz große Furcht schürt diese nicht mehr.

DAX und Wallstreet: Thema um Steuererhöhungen bleiben Zünglein an der Waage

Das Zünglein an der Waage bleibt an den US-Handelsplätzen als auch hierzulande die möglicherweise geplanten Steuererhöhungen durch US-Präsident Joe Biden, welche vor allem wohlhabende US-Amerikaner treffen dürfte. Gut möglich, dass diese zumindest einen Teil ihrer Positionen glattstellen, um den niedrigeren Steuersatz zu ergattern. Der Leitindex Dow Jones Industrial fiel zuletzt um 0,94 Prozent auf 33.815,90 Punkte. Das Frankfurter Börsenbarometer (DAX) notiert am Freitagnachmittag bei 15.271 Zählern und damit rund 0,32 Prozent tiefer.

DAX 30 auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

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