Bullen und Bären geben sich am deutschen Aktienmarkt auch am Freitag zunächst die Klinke in die Hand. Auf Wochensicht gewinnt das Frankfurter Börsenbarometer rund 0,9 Prozent auf aktuell 15.672 Punkte dazu. Auch die Wall Street konnte sich am Donnerstag und damit einen Tag vor Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten positiv entwickeln. Der breitgefasste S&P 500 kletterte zum sechsten Mal in Folge auf eine neue Bestmarke.

Im Blick haben Börsianer zudem den Ölpreis. Die langersehnte Konferenz der Opec+ wurde auf den heutigen Freitag verschoben.

Arbeitsmarktbericht bleibt Zünglein an der Waage – Zinsfantasie der Anleger könnte steigen

Die am Mittwoch veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe haben einen ersten Appetizer auf die am heutigen Nachmittag anstehende Publikation der US-Arbeitsmarktdaten gegeben. So hatten in der vergangenen Woche 364.000 Amerikaner einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt und damit 26.000 weniger als im Vorfeld erwartet. Die Entlassungen notierten auf dem niedrigsten Niveau seit 21 Jahren.

Am heutigen Nachmittag rechnen die Märkte mit einem Stellenaufbau in Höhe von 700.000 Einheiten außerhalb der US-Landwirtschaft für den Monat Juni. Nach zwei verkorksten Monaten hoffen Börsianer auf ein positives Signal am Arbeitsmarkt, welches jedoch nicht zu gut ausfallen sollte.

US-Arbeitsmarktdaten überraschen positiv – Stundenlöhne stagnieren

Die US-Arbeitsmarkdaten für den Monat Juni sind mit 850.000 Einheiten besser ausgefallen als erwartet. Die Stundenlöhne bewegten sich um 0,3 Prozent im Vergleich zum Monat nach oben. (Vorjahresmonat: +3,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote verweilt hingegen bei 5,9 Prozent (Zuvor: 5,8 Prozent).

Möglicherweise haben die Zinsfantasien durch die heutigen Zahlen einen Dämpfer erhalten.

Denn mit einer zu robusten Wirtschaft dürften gleichzeitig wieder die Spekulationen um eine Erhöhung der Zinsen in Gang gesetzt werden. Aktuell pumpt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) vor dem Hintergrund der gebeutelten Wirtschaft durch das Coronavirus rund 120 Milliarden Dollar monatlich in die Märkte, solange bis eine Vollbeschäftigung nebst Preisstabilität erreicht ist.

DAX 30 auf Wochenbasis

Quelle: Tradingview

Opec+ sorgt weiterhin für Gesprächsstoff am Ölmarkt

Die Ölpreise haben sich am Freitag mit leicht steigenden Notierungen präsentiert. So kostete ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) 0,27 Prozent mehr als noch am Vortag und damit rund 75,16 Dollar. Das europäische Pendant Brent notiert bei 75,74 Dollar je Fass (+0,17 Prozent). Vor dem Hintergrund der schwelenden Mutation der Delta-Variante des Coronavirus waren die Preise in dieser Woche stark angestiegen. Die Furcht, dass die Ölförderländer eine behutsame Strategie an den Tag legen und weniger Öl auf den Markt werfen als bislang angenommen, hatte Anleger bei dem schwarzen Gold verstärkt zugreifen lassen.

Opec+ kann sich nicht einigen – Treffen auf heute verschoben

Angesichts einer steigenden Nachfrage nebst Inflationssorgen haben sich die bedeutendsten ölproduzierenden Länder am Donnerstag nicht auf eine Erhöhung der Fördermenge einigen können. Die Videokonferenz wurde auf den heutigen Freitag verschoben.

Als Antwort auf den Ausbruch der Coronavirus-Pandemie im vergangenen Jahr und den damit im Zusammenhang stehenden plötzlichen Nachfragerückgang wurde die Tagesproduktion um rund 10 Millionen Barrel verringert, was die Ölpreise rund um den Globus gestützt hatte. Nun versucht die Opec+ die Ausweitung sukzessive erhöhen. Trotz der mittlerweile wieder gut laufenden Konjunktur dies- und jenseits des Atlantiks liegt die Tagesproduktion immer noch rund 5,5 Millionen Barrel unter dem Vorkrisenniveau.

Kurzfristig sind weiterhin steigende Notierungen denkbar, zumal mit der Delta-Variante des Coronavirus ein Damoklesschwert über den Märkten schwebt.

WTI auf Wochenbasis

Quelle: Tradingview

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