Die im Vorfeld mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten haben im großen Stil die Erwartungen verfehlt. DAX-Anleger zeigten sich in erster Instanz jedoch weniger beeindruckt. Während der DAX in den letzten Tagen sprichwörtlich nicht vom Fleck gekommen ist, konnten der S&P 500 und Nasdaq 100 am Donnerstag jeweils mit neuen Rekordständen überzeugen. Insgesamt haben sich die Zeichen auf eine Fortsetzung der ultralockeren Geldpolitik der US-Notenbank Fed heute vermehrt.

Historisch wird es indes im DAX. Der Leitindex mit 30 Standardwerten wird um zehn weitere Unternehmen ergänzt.

DAX 30 auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

US-Arbeitsmarktdaten enttäuschen: „Schlechte Nachrichten bleiben gute Nachrichten“

Die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten hat am Freitagnachmittag die Gemüter erhitzt. Mit 235.000 neuen Stellen enttäuschten die Zahlen im großen Ausmaß die Erwartungen. Außerhalb der Landwirtschaft wurde mit einem Stellenzuwachs von 750.000 Einheiten für den Monat August gerechnet. Im Monat zuvor konnten die Non-Farm Payrolls (NFPs) noch mit 943.000 neuen Stellen positiv überraschen, welche nun auf 1,035 Millionen nach oben revidiert worden sind. Hingegen kletterten die Stundenlöhne um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Eine Verschlechterung der Situation am Arbeitsmarkt könnten Anleger jedoch durchaus mit offenen Armen empfangen. Denn die US-Notenbank Fed hat heute weniger Argumente bekommen, ihre ultralockere Geldpolitik zu beenden. Aktuell steht das im Fachjargon sogenannte „Tapering“ bzw. Abschmelzen der Anleihekäufe im monatlichen Umfang von 120 Milliarden Dollar zur Debatte. Ein Abdrehen des berüchtigten Geldhahns dürfte Anleger rund um den Globus verschrecken. Besagte Gedankenspiele um eine Fortsetzung der Geldpolitik hatte US-Anleger bei Titeln im S&P 500 nebst Nasdaq gestern verstärkt zugreifen lassen.

EZB-Notenbanker bringt Ende der Corona-Hilfe ins Spiel

Auch wenn Powell auf dem digitalen Notenbanker-Event in Jackson Hole (Wyoming) keine Zinserhöhungen in Aussicht gestellt hatte, dürften dennoch bereits die kleinsten Signale in puncto Reduzierung der Liquiditätsschwemmen als mögliche Zinswende verstanden werden.

Bereits zu Beginn der Woche hatte sich ein führender EZB-Notenbanker dafür ausgesprochen, dass man das sogenannte PEPP-Programm (Pandemic Emergency Purchase Programme), welche als Corona-Hilfen fungieren, neu überdenkt. Anleger hatten hierzulande daraufhin zwischenzeitlich am Markt den Rückwärtsgang eingelegt und sich entsprechend nervös präsentiert. Bis März 2022 laufen die geldpolitischen Sondermaßnahmen. Angesichts zuletzt robuster Wirtschaftsdaten rechnen Ökonomen mit keiner weiteren Aufstockung. Indes bleibt die sogenannte Delta-Variante des Coronavirus für Anleger eine weiterhin schwelende Unsicherheitskomponente. Solle das Virus beispielsweise wichtige Lieferketten durch forcierte Restriktionen stören, dürften wirtschaftliche Kollateralschäden vorprogrammiert sein.

Historischer Moment für den Deutschen Leitindex – DAX 30 wird zu DAX 40

Der Deutsche Aktienindex DAX wird noch attraktiver, denn die neuen Spieler sind jünger und bringen andere Ideen aufs Spielfeld“, sagte Geschäftsführerin Christine Bortenlänger des zugehörigen Instituts. “Andere Branchen kommen hinzu, sodass die bisherige Konzentration auf die Chemie- und der Automobilbranche sinkt“, fügte sie hinzu.

Spekulationen zufolge könnten zu den Neulingen in der ersten Börsenliga der Flugzeugbauer Airbus, das Online-Modehaus Zalando, die Siemens-Tochter Healthliners, das Pharma-Unternehmen Sotorius und der Duft- und Aromakonzern Symrise aufsteigen. Sie können zahlreiche physische Aktien mit CapTrader handeln.

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