Die Anleger am deutschen Aktienmarkt befinden sich im Realitätscheck und sehen sich zusehends neben Inflationssorgen weltweiten Lieferengpässen im produzierenden Gewerbe auseinandergesetzt. Das, was die Notenbanken signalisieren und die Anleger glauben, sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Immer weniger schließen sich der Meinung an, dass die Teuerung nur vorübergehender Natur sei.

An der Wall Street sorgt der Poker um die Schuldenobergrenze für weiteres Unbehagen.

DAX 40 auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

DAX fällt zwischenzeitlich auf 15.000 Punkte zurück

Einen Tag nach Veröffentlichung der Inflationsdaten bleibt die Stimmung auf dem Frankfurter Börsenparkett weiter angeknackst. Das Inflationsgespenst treibt auf dem Frankfurter Börsenparkett sein Unwesen. Die Teuerung für den heimischen Raum notiert mit 4,1 Prozent erstmals seit 28 Jahren wieder über der Vier-Prozent-Marke. Anleger bevorzugen in diesem Kontext wieder die Defensive. Die jüngsten Inflationsdaten dürften für die Europäische Zentralbank nicht nur ein heißer Tropfen auf den Stein sein. Der Handlungsdruck wächst, dass der Währungshüter in puncto expansiver Geldpolitik den Fuß vom Gaspedal nimmt. Nicht nur hierzulande, sondern auch in den USA erweist sich die Inflationsthematik offensichtlich hartnäckiger als bislang angenommen. Diesseits als auch jenseits des Atlantiks dürfte man auf Ebene der Notenbanken bereits hinter den Kulissen grübeln, wie man aus dieser Nummer wieder herauskommt. Zuletzt hatte man mehrfach betont, dass die Inflation nur temporärer Natur sei.

Ein Cocktail aus Inflationssorgen, gebündelt mit der Furcht, dass der jüngste Konjunkturoptimismus an Schwung verliert, lässt Anleger damit auf der Hut sein.

Die Bundestagswahl befindet sich indes aus den Augen und damit aus dem Sinn von Börsianern getreu dem Motto, dass politische Börsen kurze Beine haben. Das Szenario einer belastenden Linksregierung scheint ohnehin vom Tisch zu sein.

September entpuppt sich als schlechtester Börsenmonat des Jahres

Der Monat September hat sich als der bislang schlechteste Börsenmonat des Jahres entpuppt. Hierzulande als auch an der Wall Street tendiert die Indizes gen Süden wie noch nie in diesem Jahr.

Doch neben den zuletzt furchteinflößenden Inflationsdaten hat sich in den USA ein Hoffnungsschimmer gezeigt. Ein Teil-Stillstand der Regierung ist in den USA mit dem Durchwinken eines Haushaltsgesetzes offenbar vorerst vom Tisch.

Indes bleibt eine Einigung im Hinblick auf die Schuldenobergrenze aber noch aus. Finanzministerin Janet Yellen wies zuletzt auf die Gefahr hin, dass ohne die Anhebung der Grenze durch den Kongress ein Liquiditätsproblem bestehen würde.

Der Poker im Haushalt dürfte sich mit in den erst startenden Monat Oktober hineinziehen und als Belastungsfaktor fungieren.

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