Europas Anleger sind am „Black Friday“ aus Furcht vor einer neuen Variante des Coronavirus in Deckung gegangen. Das Frankfurter Börsenbarometer verliert am Mittag über 2,81 Prozent oder 443 Punkte auf unter 15.472 Zähler. Zu den Verlierern gehören vor allem Titel aus der Tourismusbranche, wie etwa die der Lufthansa. Auf der Gegenseite gibt es aber auch Gewinner.

DAX 40 auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Anleger fürchten neue Virus-Mutation und gehen auf Nummer sicher

Angesichts der bestehenden Furcht vor einer Ausbreitung der südafrikanischen Coronavirus-Variante B.1.1.529 haben Anleger am Freitag und damit unmittelbar kurz vor dem Wochenende reihenweise Aktientitel aus ihren Depots geworfen. Noch grassiert die Delta-Variante in der Alten Welt, welche das Gesundheitssystem auf die Probe stellt. Doch mit der neuen Virusvariante wächst die Furcht vor schärferen Restriktionen, da diese nicht nur ansteckender sein könnte, sondern auch den bestehenden Impfschutz möglicherweise größtenteils aushebelt. Dies nährt verstärkt die Furcht vor einem flächendeckenden Lockdown und damit neue Ängste vor wirtschaftlichen Einbußen. Sollte der europäische Konjunkturmotor zum Herunterfahren gezwungen werden, dürfte dies erhebliche wirtschaftliche Flurschäden nach sich ziehen.

Tourismuswerte unter Druck – Versanddienste profitieren

Vor allem Werte aus der Touristikbranche geraten am Freitag gehörig unter die Räder. Die Lufthansa Aktie verliert zwischenzeitlich über zehn Prozent. Auch in den USA geraten die Titel von Fluggesellschaften wie etwa die der American Airlines, Delta und United nebst Kreuzfahrt-Anbieter im vorbörslichen Handel deutlich unter Druck.

Lufthansa Aktie auf Tagesbasis

Hingegen können die Titel von Delivery Hero, Zalando und auch HelloFresh zulegen, welche schon in der Vergangenheit als Profiteure aus der Corona-Krise hervorgingen.

Jahresendrally steht auf wackeligen Füßen

Vor dem Hintergrund der dominierenden Unsicherheit rund um die neue Virusmutation dürften Anleger angeschlagen in das Wochenende gehen. Die neuen Corona-Ängste sollten bis in die neue Woche mitschwingen. Bis Klarheit über den Risikograd der Mutation herrscht, könnte noch eine Weile vergehen. Die Hoffnungen auf eine Jahresendrally haben sich spätestens heute zumindest vorübergehend zerschlagen. 

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