Aus Sorge vor „Omikron“ werden Anleger an der Wall Street als auch hierzulande wieder vorsichtiger. Daneben gesellen sich neue Risiken rund um einen Zahlungsausfall von „Evergrande“. Die jüngste vorweihnachtliche Rally scheint damit fürs Erste die Puste ausgegangen zu sein. Im Blick behalten die Märkte zudem wichtige Inflationsdaten aus den USA.

Zudem feiert Daimler Truck am heutigen Freitag sein Börsendebüt.

DAX 40 auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

„Omikron“ macht Anlegern zu schaffen

Die Sorge rund um die neuartige Virusvariante „Omikron“ hat die jüngste Weihnachtsrally an den Aktienmärkten gestoppt. Die Hoffnung, dass die neue Mutation möglicherweise als weniger gefährlich einzustufen ist, hatte Anleger zu Beginn der Woche wieder positiv gestimmt. Doch die Unsicherheit über den tatsächlichen Schweregrad des Virus scheint Anleger offensichtlich wieder eingeholt zu haben. Dabei drücken potenzielle neue Restriktionen auf das Gemüt der Anleger, um der Situation im Falle einer Ausbreitung Herr werden zu können. Im Worst-Case könnte das Virus neue Maßnahmen erforderlich machen, welche in der Wirtschaft wichtige Lieferketten unterbrechen und den globalen Konjunkturmotor abwürgen würde.

Fitch stuft „Evergrande“ weiter runter – Anleger fürchten Pleite

Der Immobilienkonzern „China Evergrade“ bleibt das Damoklesschwert schlechthin für Anleger. Der mit über 300 Milliarden Dollar in der Kreide stehende Konzern wurde durch die Ratingagentur Fitch auf „Restricted Default“ (RD) heruntergestuft, welcher damit kurz vor einem Totalausfall steht. Zu Beginn der Woche konnte man Zinsen für eine Auslandsanleihe in Höhe von 82,5 Millionen Dollar nicht begleichen. Auch die chinesische Zentralbank hatte am Donnerstag gesagt, dass man nicht helfen wolle. Möglicherweise lässt man „Evergrande“ nun im wahrsten Sinne des Wortes vor die Wand fahren.

Die dadurch ausgelösten Schockwellen könnten nicht nur weitere Immobilienkonzerne ins Wanken bringen, sondern auch Unternehmen in der westlichen Welt stark zusetzen.

Wichtige Inflationsdaten aus den USA am Nachmittag

Im Blick behalten Anleger zudem wichtige Inflationsdaten aus den USA. Erwartet wird eine Steigerung für den Monat November in Höhe von 6,80 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Zuvor wurden noch 6,20 Prozent ausgewiesen. Sollte sich die Teuerung deutlich höher entwickelt haben als bislang angenommen, dürfte dies die Zinsfantasien der Notenbanker befeuern. Weitere wichtige Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik erhoffen sich Anleger in der kommenden Woche am Mittwoch auf der Fed-Notenbanksitzung.

Daimler Truck feiert Börsendebüt – Start verläuft mäßig

Daimler Truck ist mäßig am heutigen Freitag an der Börse in Frankfurt am Main gestartet. Der weltweit größte Nutzfahrzeughersteller wurde zu Beginn mit 23 Milliarden Euro bewertet. Der Erstkurs betrug 28 Euro, im späteren Handelsverlauf zwischenzeitlich über 30 Euro je Anteilsschein. Analysten hatten im Vorfeld jedoch mit bis zu 40 Milliarden Euro Börsenwert gerechnet.

„Heute ist ein historischer Tag für Daimler Truck“, sagte Vorstandschef Martin Daum.

Im März könnte das Unternehmen neben Daimler in den DAX 40 einziehen, sollte die Aktie nicht unter die Räder kommen. Heute ist Daimler Truck aus technischen Gründen aber nur für einen Tag im DAX 40.

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