Die US-Arbeitsmarktdaten sind deutlich schwächer ausgefallen als erwartet. Konträr fällt allerdings die Arbeitslosenquote. Damit könnten der US-Notenbank Fed Argumente genommen worden sein, den Tapering-Kurs zu forcieren. Doch ob die Zeiten des billigen Geldes indes länger andauern als bislang angenommen, bleibt abzuwarten. Die Sorgen rund um „Omikron“ bleiben weiterhin schwelend.

DAX 40 auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

US-Arbeitsmarktdaten enttäuschen – Fed dürfte aber an Kurswechsel festhalten

Die jüngsten Daten vom US-Arbeitsmarkt führen dem Währungshüter vor Augen, dass die Wirtschaft nach wie vor nicht wie gewünscht brummt. Mit 210.000 neu geschaffenen Stellen im November wurde die Prognose in Höhe von 550.000 Einheiten deutlich verfehlt. Die Daten aus dem Vormonat wurden auf 546.000 revidiert (zuvor: 604.000). Die US-Stundenlöhne kletterten um 0,30 Prozent im Vergleich zum Vormonat um 4,8 Prozent zum Vorjahresmonat und damit weniger stark als erwartet. (0,4 bzw. 5,0 Prozent). Eine positive Entwicklung kann jedoch in der Entwicklung der Arbeitslosenquote verzeichnet werden, welche mit 4,2 Prozent besser ausfällt als im Vorfeld erwartet (4,5 Prozent).

Fed-Chef Jerome Powell rechnet mit anhaltend hoher Inflation

Trotz der schwachen Arbeitsmarktdaten dürfte sich die US-Fed nicht so schnell von ihrem Weg zu einer wieder restriktiveren Geldpolitik abbringen lassen. Jerome Powell hatte jüngst betont, dass die Teuerung sich im kommenden Jahr zwar verlangsamen sollte, preistreibende Probleme wie etwa globale Lieferketten „weit bis ins nächste Jahr“ bestehen bleiben. Zudem sagte er, dass das Risiko einer höheren Inflation zugenommen habe. Neben der Lage am Arbeitsmarkt hätte sich auch die Lohnentwicklung verbessert, so Powell.

Anleger hoffen auf Hinweise auf der letzten Notenbanksitzung

Konkretere Hinweise auf die Zukunft der Geldpolitik werden die Währungshüter möglicherweise auf der letzten Notenbanksitzung in rund zwei Wochen geben. Zur Debatte steht, ob das Tempo des sogenannten „Taperings“ tatsächlich weiter erhöht wird und möglicherweise früher an den Zinsschrauben gedreht wird als bislang angenommen.

Einen Strich durch die Rechnung machen könnte der Federal Reserve (Fed) die neuartige Coronavirus-Mutation „Omikron“, welche in dieser Woche zum ersten Mal auch auf US-amerikanischen Festland angekommen ist. Bislang ist nicht klar, welchen Risikograd die neue Virusform besitzt und möglicherweise der Wirtschaft Schaden zufügen kann. Anleger fürchten im Worst-Case-Szenario einen Lockdown, welcher den globalen Konjunkturmotor abwürgen würde.

Sie können zahlreiche physische Aktien mit CapTrader handeln. Eröffnen Sie noch heute ein Livekonto oder lernen Sie zunächst das Trading mit einem risikolosen Demokonto kennen.