Der Deutsche Leitindex (DAX 40) hat am Freitag abermals ein neues Rekordhoch erreicht. Dabei fungiert nicht zuletzt eine schwache Euro-Notierung als Lockmittel für Anleger. Doch mit der wieder an Fahrt aufnehmenden Coronavirus-Pandemie könnte die Luft schon bald wieder dünner werden.

In den USA werden indes Zinserhöhungsspekulationen lauter. Der Dow Jones Industrial Average hatte zuletzt am Montag auf Rekordhoch notiert.

DAX 40 auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

DAX auf Rekordhoch: Euro schwach – Dollar stark

Der DAX ist am Freitag und damit unmittelbar vor dem Wochenende abermals auf ein neues Rekordhoch geklettert. Gegen Mittag notierte das Frankfurter Börsenbarometer bei über 16.117 Zählern und damit so hoch wie nie zu vor. Die jüngste Rekordmarke vom Donnerstag bei 16.115 Punkten wurde damit egalisiert.

Dabei dürfte nicht zuletzt eine robuste Dollar-Währung respektive ein schwacher Euro Anleger anlocken. Der Dollar-Index kletterte heute auf den höchsten Stand seit Juli 2020.

Coronavirus-Pandemie: Furcht vor der vierten Welle

Die Coronavirus-Pandemie könnte Anleger hierzulande spätestens in der kommenden Woche wieder stärker beschäftigen. Angesichts eines erneut hochdynamischen Infektionsgeschehens sehen sich Bund und Länder gezwungen, abermals über Maßnahmen gegen die Virusverteilung zu beraten. Trotz der mittlerweile fast 67,4 Prozent vollständig geimpften Bevölkerung scheint die Pandemie wieder mit voller Wucht zuzuschlagen. Sollten Restriktionen für wichtige Industriezweige respektive Lieferketten verhängt werden, dürfte dies zulasten der Wirtschaft gehen. Auch der Einzelhandel nebst Gastronomie könnte wieder betroffen sein.

Zinserhöhungsspekulationen in den USA als Bremsklotz für die Wall Street

In den USA werden indes zusehends Zinserhöhungen eingepreist. Laut des Fed-Watch-Tools der CME Group wird mittlerweile für den 1. Februar 2023 die dritte Zinserhöhung erwartet, nachdem bereits Mitte und Ende 2022 jeweils ein Zinsschritt gegangen werden soll.

US-Inflation so hoch wie seit 31 Jahren nicht mehr

Die US-Inflation hat im Oktober mit 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat überraschend stark angezogen. Analysten hatten mit lediglich 5,8 Prozent gerechnet. Im September notierte die Teuerungsrate noch bei 5,4 Prozent. Vor diesem Hintergrund werden die Rufe nach einem Straffen der Zinszügel lauter. Zuletzt hatte die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) immer wieder darauf verwiesen, dass die Inflation lediglich vorübergehender Natur sei. Diese Meinung könnte sich mittlerweile geändert haben. Bereits ab dem kommenden Monat will die Fed das Tempo ihres Anleihekaufprogramms um monatlich 15 Milliarden Dollar drosseln. Mitte des Jahres 2022 würde besagtes Programm auslaufen. Auf der Dezember-Sitzung in rund vier Wochen könnte die Fed erste Signale in Richtung Zinserhöhung senden.

Sie können zahlreiche physische Aktien mit CapTrader handeln. Eröffnen Sie noch heute ein Livekonto oder lernen Sie zunächst das Trading mit einem risikolosen Demokonto kennen.