DAX: Rekordhoch bleibt in Schlagdistanz

Der deutsche Leitindex ist am Freitag und damit unmittelbar kurz vor dem Wochenende freundlich in den letzten Tag der Handelswoche gestartet. Am Nachmittag verzeichnet das Frankfurter Börsenbarometer bei 15.395 Punkten einen Zugewinn von 0,16 Prozent. Auf Wochensicht ergibt sich ein Plus von rund 2,70 Prozent. Damit bleibt das Rekordhoch bei rund 15.540 Zählern weiterhin in Schlagdistanz.

Dennoch sehen sich Anleger zusehends mit schwelenden Unsicherheitsfaktoren auseinandergesetzt. Die Zins- respektive Inflationsthematik und die damit im Zusammenhang stehenden geldpolitischen Perspektiven für Anleger deckelt größere Aufwärtsambitionen. Die zur Wochenmitte veröffentlichten Mitschriften der US-Notenbank Fed haben gezeigt, dass sich die Fed-Mitglieder auf ihrer jüngsten Notenbanksitzung vorsichtig optimistisch zur weiteren Konjunkturentwicklung gezeigt haben. Dabei verwiesen einige Mitglieder darauf, dass man Mitte des Jahres möglicherweise mit der Betrachtung eines Plans zur Anpassung des monatlichen Kaufprogramms von Wertpapieren in Höhe von derzeit 120 Milliarden Dollar beginnen könnte. Ein Abschmelzen des Volumens der Wertpapierkäufe dürfte als erstes Signal in Richtung Zinswende verstanden werden, auch wenn die Notenbank nicht an den Zinsen rütteln will.

Euro weiter stark

Nicht zuletzt eine wiedererstarkte europäische Gemeinschaftswährung stört möglicherweise aktuell die Kursfantasien der Anleger. Der Euro notiert weiter deutlich bei über 1,22 Dollar und damit weiterhin so hoch wie zuletzt im Februar. Ein hoher Euro verschlechtert die Exportchancen deutscher Unternehmen und kann somit besonders auf exportorientierte Unternehmen lasten, welche sich im DAX befinden.

DAX 30 auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Rückenwind weht von der Wallstreet

Den US-Aktienindizes ist es am Donnerstag gelungen, sich von ihrer dreitätigen Verlustserie zu verabschieden. Der Dow Jones Industrial Index kletterte um 0,6 Prozent auf 34.084 Zähler, der breiter gefasste S&P 500 um 1,1 Prozent auf 4.159 Punkte gen Norden. Der techlastige Nasdaq 100 verteuerte sich um 1,9 Prozent auf 13.494 Punkte. Im positiven Kielwasser der Wallstreet kann somit auch der DAX profitieren. Die Hoffnung auf eine Erholung am US-Arbeitsmarkt hatte Anleger wieder bei Aktientiteln zugreifen lassen. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sanken weiter und erreichten fast das tiefste Level seit Beginn der Corona-Krise.

Dow Jones Industrial Average Index auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Anleger greifen nach Ausverkauf bei Krypto-Aktien zu

Der Kurseinbruch bei der nach Marktgröße wichtigsten Kryptowährung Bitcoin setzte Krypto-Aktien zur Wochenmitte ebenfalls stark unter Druck. Der Bitcoin hatte zwischenzeitlich über 20 Prozent binnen weniger Augenblicke abgegeben, nachdem die Furcht vor einer zu straffen Regulierung aus dem Reich der Mitte Anleger auf dem falschen Fuß erwischt hatte. Auch Tesla-Chef Elon Musk hatte im Vorfeld für Unsicherheit gesorgt, nachdem er den Stopp von Bitcoin-Zahlungen im Hause Tesla angekündigt und vermehrt für Spekulationen um einen Verkauf von Bitcoin-Einheiten gesorgt hatte. Der E-Autobauer besitzt nach eigenen Angaben ein Engagement in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar in die Kryptowährung Nummer eins.

Vor diesem Hintergrund waren die Papiere wie die von Riot- und Hive Blockchain und der deutschen Bitcoin Group stark unter Druck geraten. Zwischenzeitlich gaben die Anteilsscheine rund 10 Prozent ihres Wertes ab. Mittlerweile haben sich die Aktien aber mehrheitlich erholen können. Die Riot Blockchain Aktie notiert am Freitag bei 24,41 Dollar (+0,95 Prozent), Hive Blockchain bei 2,80 Euro (+4,90 Prozent) und die Bitcoin Group bei 42,05 (-2,66 Prozent).

Abzuwarten bleibt weiterhin, ob sich der Erholungsversuch nachhaltig ausgestaltet. Der regulatorische Druck aus China hat gezeigt, wie sensibel Anleger auf besagte Thematik reagieren.

Erst am Donnerstagabend hatten die USA weitere Regulierungspläne angestoßen. Demnach könnten Anleger, welche ein Volumen von 10.000 Dollar und mehr handeln, automatisch den US-Steuerbehörden gemeldet werden.

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