Nach dem Rücksetzer vom Vortag könnte der DAX am letzten Handelstag im Monat April noch mal an Fahrt aufnehmen. Der Dow Jones dürfte seine Rekordjagd ebenfalls weiter fortsetzen. Ermutigende Zahlen der Techriesen wie Apple und Facebook haben den US-Börsen am Donnerstag kräftig Aufwind verliehen. Die bereits im Vorfeld erwarteten robusten Zahlen der Konzerne wurden übertroffen und beeindruckt Anleger zusehends.

DAX 30: Nach der US-Fed und Unternehmenszahlen ist die Luft raus

Die zur Wochenmitte vollzogene Notenbanksitzung der US-Fed hat am Donnerstag für keine größeren Engagements bei Anleger am deutschen Aktienmarkt sorgen können. Auch die Berichtssaison hierzulande fiel eher durchwachsen aus, sodass Anleger DAX-Titel mit Abverkäufen quittierten.

Im puncto einer möglichen Zinswende stochern Anleger weiter im Nebel. Im Hinblick auf eine Reduzierung der monatlichen Anleihekäufe im Umfang von 120 Milliarden Dollar sei „die Zeit nicht noch nicht gekommen“, um darüber nachzudenken, sagte Powell. Auch der geldpolitische Schlüsselzinssatz bleibt vorerst erwartungsgemäß innerhalb des Zinsbandes zwischen null und 0,25 Prozent. Der Währungshüter wolle daran so schnell auch nichts ändern.

Fed bleibt ultralockeren Geldpolitik treu

Anleger hatten im Vorfeld aufgrund der robusten Tendenz im wichtigen Arbeitsmarkt und im Einzelhandelssektor mit Hinweisen auf einen möglichen Strategieschwenk gerechnet. Fed-Chef Jerome Powell wolle jedoch weit im Voraus signalisieren, falls es zu einer Änderung der bestehenden Geldpolitik komme.

„Substanzielle weitere Fortschritte“ im Hinblick auf die Vollbeschäftigung respektive Preisstabilität wolle Powell sehen. Nicht zuletzt die Inflationsrate hält die Fed für vorübergehend, welche auf niedrigen Basiswerten aus dem Zeitraum zu Beginn der Pandemie bestehe. Erst im Sommer vergangenen Jahres hatte die Notenbank eine Änderung ihrer Strategie zur Erreichung der Inflationszielrate von rund zwei Prozent verkündet, um flexibler auf die Inflationsentwicklung reagieren zu können. Anleger erwarten in den kommenden Monaten möglicherweise eine Inflation von über zwei Prozent.

DAX 30 auf Wochenbasis

Quelle: Tradingview

Kursrekorde in den USA: Facebook, Apple und Amazon mit Oberwasser

Überzeugende Unternehmensahlen der „Big Techs“ wie Facebook, Apple und Amazon haben der Wallstreet am Donnerstag kräftigen Rückenwind verliehen. Mit einem Gewinn von über 24 Milliarden Dollar fiel der Quartalsgewinn im Hause Apple doppelt so hoch aus wie im Vorjahr. Zugleich konnte der Techkonzern eine Umsatzsteigerung von 54 Prozent auf 89,6 Milliarden Dollar erzielen.

Auch für Facebook läuft es weiterhin rosig. Um 48 Prozent auf 26,2 Milliarden Dollar konnte das Unternehmen seinen Umsatz steigern, während der Gewinn sich auf rund 9,5 Milliarden Dollar fast verdoppelt hat. Treiber des Geschäfts waren vor allem Werbeeinnahmen respektive höhere Preise für Anzeigen auf der Social-Plattform.

Amazon, der größte Online-Händler der Welt, hat seinen Gewinn bis auf ein Rekordhoch bei 8,1 Milliarden Dollar verdreifachen können. Nicht zuletzt der Einkaufs-Boom bedingt durch die Coronavirus-Pandemie nebst Cloud-Geschäft verhalfen dem Giganten zu einer Umsatzsteigerung bis um 44 Prozent auf 108,5 Milliarden Dollar. Die Papiere lagen nachbörslich rund fünf Prozent im Plus.

Biden wirbt weiterhin um Infrastrukturpaket

US-Präsident Joe Biden verspricht das höchste Wirtschaftswachstum seit rund vier Jahrzehnten. In einer Rede in der Nacht zum Donnerstag verwies Biden auf sein Infrastrukturprogramm im Umfang von zwei Billionen Dollar. „Das ist der größte Plan für Arbeitsplätze seit dem Zweiten Weltkrieg.“ Der Präsident wolle das Land modernisieren und Millionen von Arbeitsplätzen schaffen und vor allem den Klimawandel bekämpfen.

Dow Jones Industrial Average Index auf Wochenbasis

Quelle: Tradingview

DAX 30 und Wallstreet: „Sell in May and go away?“

Ob die alte Börsenweisheit „Sell in May and go away“ auch in diesem Jahr zutrifft, bleibt gänzlich abzuwarten, zumal die Karten durch die Coronavirus-Pandemie und den damit verbundenen Notenbanker-Schützenhilfen neu gemischt sind. Doch angesichts der Rekordstände an den Börsenplätzen dies- und jenseits des Atlantiks sollte ein saisonal schwächerer Monat wie der Mai nicht überraschend kommen. Gewinnmitnahmen könnten den Abgabedruck jederzeit im größeren Stil forcieren. Trotz der laufenden Impfkampagne sind auch die Pandemie-Risiken noch nicht gänzlich vom Tisch. Mit der indischen Mutante droht ein neues Virus, welches den bestehenden Schutz aushebeln und die Märkte erneut in Unruhe versetzen könnte.

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