Der Deutsche Aktienindex (DAX) als auch die Wall Street sind angesichts neuer Zinsfantasien der US-Notenbanker in der zweiten Wochenhälfte wieder unter Druck geraten. Die zur Wochenmitte veröffentlichten Fed-Protokolle haben die Sorge vor einem Abdrehen des Geldhahns forciert.

Auch die Delta-Variante des Coronavirus und die damit im Zusammenhang stehenden Restriktionen für die Wirtschaft gesellen sich nach wie vor als weiterer Belastungsfaktor dazu.

DAX 30 auf Wochenbasis

Quelle: Tradingview

Anleger fürchten US-Zinswende – Tapering im Anflug

Die am späten Mittwochabend veröffentlichten Fed-Protokolle haben bis heute Spuren hinterlassen. Laut Ansicht einiger Notenbank-Mitglieder könnte man schon bereits in diesem Jahr mit einer Drosselung (Tapering) des Tempos der monatlichen Anleiheankäufe in Höhe von 120 Milliarden Dollar beginnen. Hingegen sei ein Teil der Meinung, dass dies erst Anfang des kommenden Jahres geschehen solle. Insgesamt haben die Überlegungen über den Umfang und Zeitpunkt in puncto Ausstieg aus den Konjunkturhilfen an Fahrt aufgenommen, heißt es.

Die US-Notenbank betonte jedoch jüngst, dass man erst „substanzielle Fortschritte“ im Hinblick auf die Entwicklung des US-Arbeitsmarkts erzielen möchte, bis man die Liquiditätsschwemmen beendet. Die Non-Farm Payrolls (NFPs) hatten zu Beginn des Monats entgegen den Erwartungen wieder eine Verbesserung der Situation am Arbeitsmarkt signalisiert und die Zinsfantasien vor diesem Hintergrund beflügelt.

Inflationsentwicklung behält Fed weiter im Auge

Die Inflationsentwicklung bleibt indes auch eine wichtige Komponente, welche Anleger im Auge behalten sollten. Auf US-Seite stieg diese im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 5,4 Prozent, welche damit so hoch notierte, wie im Monat zuvor. Insgesamt geht man in den Reihen der Notenbank weiterhin von einer temporären Überteuerung aus. Als Ziel hat die Fed eine Inflationsrate von knapp über zwei Prozent ins Auge gefasst. Sollte sich die US-Teuerung weiter forcieren, dürfte dies die Notwendigkeit für ein Zügeln der Zinsbänder unterstreichen.

Delta-Variante des Coronavirus bleibt schwelender Belastungsfaktor

Für Sorgenfalten unter Anleger sorgt nach wie vor die sich ausbreitende Variante „Delta“ des Coronavirus. Die Furcht vor einer vierten Welle und den damit im Zusammenhang stehenden Restriktionen für die Wirtschaft ist und bleibt präsent. Wichtige wirtschaftliche Frühindikatoren aus dem Reich der Mitte hatten zu Wochenbeginn auf eindrucksvolle Art und Weise aufgezeigt, inwiefern eine „Zero-Covid-Strategie“ die Konjunktur belasten kann. Bislang ist für Börsianer nicht ersichtlich, ob eine vierte Corona-Welle in der westlichen Welt tatsächlich zu erwarten ist. Wichtig bleibt zudem auch die Frage, ob Restriktionen im Falle steigender Infektionszahlen in die Praxis umgesetzt werden. Zuletzt hatte man auf Bundesebene weitere Indikatoren ins Gespräch gebracht, um eine Entscheidung treffen zu können.

DAX 30 und Wall Street: Ausblick

Für die Anleger dies- und jenseits des Atlantiks sollte eine charttechnische Abkühlung angesichts der zuletzt fulminanten Preisniveaus grundsätzlich nicht weiter überraschend kommen. Während der DAX in der vergangenen Woche erstmals in seiner Geschichte die Marke von 16.000 Punkte egalisieren konnte, waren Dow Jones und Co nahezu unaufhaltsam von Rekordhoch zu Rekordhoch geeilt. Neben den konjunkturellen Risiken könnten sich nun zusehends auch saisonale Effekte bemerkbar machen. Denn der August und September gelten in der Börsengeschichte als tendenziell schwächere Monate.

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