Der DAX hat sich zum Wochenschluss nahezu kaum von der Stelle bewegt. Optimisten und Pessimisten geben sich abermals die Klinke in die Hand. Am Freitagnachmittag notiert das Frankfurter Börsenbarometer bei über 15.600 Punkten.

Die Vorgaben von der Wall Street können sich zudem ebenfalls sehen lassen. Der breitgefasste S&P 500 kletterte zuletzt sogar auf ein Rekordhoch bei 4.248 Punkten. Auch der Dow Jones und der techlastige Nasdaq konnten am Donnerstag leicht zulegen. Das Signal von der EZB auf weiterhin reichlich Notenbanker-Schützenhilfe dürfte zudem hierzulande Anleger zu Engagements ermutigen. Hingegen bringen starke Inflationszahlen aus den USA Börsianer nicht aus der Ruhe.

EZB hält weiterhin an ultralockerer Zinspolitik fest

Die Europäische Zentralbank hat wie erwartet am Donnerstag auf ihrer Sitzung nicht an dem Zinsgerüst gerüttelt. Mit einem Rekordtief von null Prozent bleibt der Leitzins weiterhin unangetastet. Für Geschäftsbanken bleibt der Einlagenzinssatz bei minus 0,5 Prozent. Weiterhin will die EZB mit einem hohen Tempo reichlich Liquidität in die Märkte pumpen. Aktuell kauft die EZB im Rahmen des PEPPs (Pandemic Emergency Purchase Programme) monatlich rund 80 Milliarden Euro an Staatsanleihen auf. Das Kapital soll vor diesem Hintergrund zu attraktiven Konditionen führen und das Zinsniveau weiter niedrig gehalten werden. „Die EZB hat sich verpflichtet, günstige Finanzierungsbedingungen während dieser Phase sicherzustellen“, sagte jüngst EZB-Oberhaupt Christine Lagarde.

Das Signal aus Frankfurt am Main ist für die Anleger damit eindeutig, dass die EZB weiterhin reichlich Schützenhilfe zur Verfügung stellen wird, um das derzeitige Wachstum nicht zu gefährden.

DAX 30 auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Preisschub in den USA bringt Anleger nicht aus dem Gleichgewicht

Die Anleger diesseits- und jenseits des Atlantiks haben mit erstaunlicher Gelassenheit auf die jüngsten Verbraucherpreise aus den USA reagiert. Gegenüber dem Vorjahresmonat war die Teuerungsrate um 5,0 Prozent in die Höhe geklettert und damit auf dem höchsten Stand seit August 2008. Neue Zinsfantasien wurden in diesem Kontext aber offensichtlich nicht entfacht. Steigt die Inflation zu schnell und zu stark an, fürchteten Anleger in der Vergangenheit verstärkt ein vorzeitiges Ende der Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Möglicherweise hatten Investoren mit noch höheren Inflationszahlen gerechnet. Im Vorfeld wurde zwar ein Plus von 4,7 Prozent erwartet, doch damit liegen die jüngsten Zahlen nur knapp darüber. In der kommenden Woche will die US-Notenbank über ihre zukünftige Geldpolitik beraten. Womöglich könnten die Notenbanker ihre Meinung in puncto Inflation doch noch überdenken. Der Währungshüter hatte zuletzt die Meinung vertreten, dass die steigende Inflation nur vorübergehender Natur sei.

Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sinkt auf niedrigsten Stand seit Ausbruch der Pandemie

In der vergangenen Woche haben 376.000 Amerikaner Arbeitslosenhilfen vom Staat beantragt und damit so wenig wie zuletzt seit Mitte März 2020 nicht mehr. Im Mai waren die US-Arbeitsmarkdaten noch weniger stark ausgefallen als erwartet. Auch wenn der Aufschwung am Markt zuletzt an Dynamik verloren hat, konnten die Anleger eine Linderung der Inflations- und Zinssorgen erfahren. Im Mai wurden 559.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft kreiert und damit rund 100.000 Einheiten weniger als erwartet.

Die Rekordlaune in den USA als auch in Frankfurt am Main dürfte somit tendenziell weiter anhalten, auch wenn zunächst größere Kurssprünge vorerst nicht zu erwarten sind, zumal die weltweit wichtigsten Aktienindizes auf sonderbar hohem Terrain verweilen. Bereits Anfang der kommenden Woche dürfte die US-Fed-Sitzung ihre Schatten vorauswerfen. Das Signal auf weiterhin reichlich Liquidität könnten Anleger am Ende des Tages immer wieder zurück in die Aktienmärkte führen.

S&P 500 auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

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