Der deutsche Leitindex notiert am Freitagvormittag zunächst bei 15.574 Punkten und damit rund ein Prozent oder 155 Punkte im Plus. Am Donnerstag war das Frankfurter Börsenbarometer zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit Mai gefallen und um 1,73 Prozent eingebrochen.

Für Aufmerksamkeit sorgte zudem der geldpolitische Strategieschwenk der Europäischen Zentralbank.

An der Wall Street herrschte angesichts der sich ausbreitenden Delta-Variante des Coronavirus ebenfalls Verunsicherung. Der Dow Jones, der techlastige Nasdaq als auch der breit gefasste S&P 500 verloren zusammen im Mittel 0,7 Prozent.

Corona-Sorgen wieder tonangebend – Aktienmärkte rund um den Globus verunsichert

Mit COVID-19 ist ein Unsicherheitsfaktor zurück auf der Hauptbühne. Das dynamische Infektionsgeschehen rund um die Mutation der sogenannten Delta-Variante lehrt Europas Anleger wieder das Fürchten. Die Sorge um erneute Restriktionen könnten den jüngsten Optimismus der Impfstoff-Erfolge zunichtemachen. Mindestens eine Handvoll Marktteilnehmer dürfte angesichts der rapide steigenden Infektionszahlen in der alten Welt nun langsam, aber sicher wieder vorsichtiger agieren. Es ist die Furcht vor einem erneuten unkontrollierten Infektionsgeschehen in der Eurozone und die damit verbundenen Sorgen um neue Einschränkungen des öffentlichen Lebens, welche den heimischen Konjunkturmotor abwürgen könnten.

Delta-Variante dominiert nun auch in den USA

Die als besonders ansteckende Variante gilt mittlerweile auch in den USA als dominierend. Mehr als die Hälfte aller Ansteckungen seien aktuell auf Delta zurückzuführen, heißt es. In einzelnen Teilen des Landes wie dem mittleren Westen sind es sogar mehr als 80 Prozent.

Seit Ende des vergangenen Monats gilt die Delta-Variante in Deutschland als bestimmend.

DAX 30 auf Tagesbasis

EZB ändert Strategie erstmals seit 18 Jahren

Erstmals seit 18 Jahren hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihre geldpolitische Strategie erneuert. In Zukunft will sie auch verstärkt den Klimawandel berücksichtigen. “Die neue Strategie ist ein starkes Fundament, das uns in der Geldpolitik in den kommenden Jahren leiten wird”, so EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

Den Hauptkern der neuen Strategie stellt ein neues Inflationsziel dar, welches der EZB mehr Spielraum gewährt.

Somit strebt der Währungshüter aus mittelfristiger Sicht eine Inflationsrate von rund zwei Prozent an und nicht mehr ein Ziel von knapp unter zwei Prozent. “Wir glauben, dass diese zwei Prozent, klarer und einfacher zu kommunizieren sind”, sagte Lagarde. Per Definition beträgt eine Zielrate von zwei Prozent eine sogenannte Preisstabilität. Weder eine Abweichung nach oben oder nach unten sei seitens der EZB erwünscht.

Hervorzuheben bleibt, dass die EZB vor dem Hintergrund der Neuausrichtung in Zukunft auch eine Inflation tolerieren dürfte, welche über dem Zielwert von zwei Prozent liegt. Das symmetrische Inflationsziel verschafft dem Währungshüter vor allem eins: mehr Spielraum. Somit könnte die bereits laufende ultralockere Geldpolitik und den damit verbundenen Niedrigzins nebst Anleihekäufe noch leichter erklärt und damit fortgesetzt werden.

Klimawandel nimmt bedeutendere Rolle für EZB ein

Auch der Klimawandel soll laut der EZB in Zukunft verstärkt berücksichtig werden. “Es sind nicht nur Worte, wir setzen uns mit den Problemen auseinander”, so Lagarde.

Jüngst hatte die EZB ein Zentrum für Klimawandel entworfen, welches die Aktivitäten koordinieren soll. Dabei können beispielsweise in Zukunft bei Anleihekäufe nebst Sicherheiten im Kreditwesen mit Banken schon bald Klimakriterien herangezogen werden. Zur Berechnung der Inflationsrate soll in Zukunft selbst genutztes Wohneigentum mit in die Berechnung einfließen. Aktuell werden nur Mieten erfasst.

DAX 30 und Wall Street: Die Luft wird dünner

Das Rätseln über die zukünftige US-Geldpolitik dürfte Anleger an den globalen Handelsplätzen weiter umtreiben. Solange die Fed in puncto zukünftiger Geldpolitik im Nebel stochert, dürften Investoren einen Nährboden im Niedrigzinsumfeld finden. Eine geldpolitische Neujustierung scheint trotz der jüngsten Hinweise auf ein Drehen an den Zinsschrauben offensichtlich nicht in Stein gemeißelt.

Größere Aufwärtsambitionen werden derzeit womöglich durch die drohende Gefahr der Coronavirus-Mutation gedeckelt. Die Investoren haben Sorge vor einer flächendeckenden Ausbreitung in der gesamten Eurozone, was nicht zuletzt das wirtschaftliche Leben angesichts drohender Restriktionen wieder lahmlegen dürfte. Die Furcht vor einer globalen Abkühlung an den Leitbörsen wie DAX 30 und Wall Street bleibt weiterhin präsent.

Dow Jones Industrial Average Index auf Wochenbasis

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