Am deutschen Aktienmarkt lastet am Freitag die negative Tendenz aus Asien und der Wall Street auf die Stimmung. Am Mittag kämpft das Frankfurter Börsenbarometer um den Erhalt der Marke von 15.500 Zählern.

Vor Veröffentlichung der Geschäftszahlen des Onlinehändlers Amazon haben die US-Börsen am Donnerstag noch neue Rekordhöhen verbuchen können, bis der Ausblick für die kommenden Monaten die Papiere auf Talfahrt schickte und sogar ein kleines Börsenbeben auslöste.

Hingegen hat die geldpolitische Sitzung der US-Notenbank Fed zur Wochenmitte für keine größeren Bewegungen sorgen können.

DAX 30 auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Amazon verunsichert Anleger rund um den Globus

Der weltweit größte Onlinehändler Amazon hat nicht nur die Aktionäre in den Vereinigten Staaten, sondern auch hierzulande verunsichert. Zwar konnte der Q2-Gewinn im Jahresvergleich um 50 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar ansteigen. Doch ein ernüchternder Ausblick für die Sommermonate hat die Erwartungen auf weiterhin sprudelnde Gewinne gedämpft. Angesichts des Wegfalls der Corona-Maßnahmen haben viele Einzelhändler rund um den Globus ihre Geschäfte wieder geöffnet, was nicht zuletzt zulasten des Online-Geschäfts gehen dürfte.

Im dritten Quartal soll sich das Umsatzwachstum auf einen Wert zwischen 10 und 16 Prozent belaufen, nachdem im Frühjahr ein Plus von 27 Hundertstel verzeichnet werden konnte.

Die Anleger straften die Umsatzwarnung gnadenlos ab, woraufhin die Amazon-Papiere zwischenzeitlich um sieben Prozent verloren.

Für Amazon bleibt das sogenannte Cloud-Geschäft die profitabelste Sparte. Der Dienst Amazon Web Services (AWS) macht insgesamt 60 Prozent des Gewinns vor Steuern aus. Konzernchef Andy Jassy will mit einem derzeitigen Marktanteil von 30 Prozent den Branchenführer Microsoft überholen und Marktführer werden.

Amazon Aktie auf 4-Stundenbasis

Quelle: Tradingview

Unsicherheit aus China: Regulierung für Online-Bildungsunternehmen

Eine Regulierungswelle für chinesische Online-Bildungsunternehmen treibt die Anleger bereits seit Tagen um. Vor allem Tech-Titel büßten in diesem Kontext kräftig ein. Am Wochenende hatte Peking verkündet, dass Bildungsinstitute in Zukunft eine schwarze Null schreiben und sich als sogenannte Non-Profit-Organisationen registrieren lassen müssen. Hintergrund ist der seit Jahren forcierte Leistungsdruck auf Schüler. Diese Reform hatte den chinesischen Sektor stellenweise zweistellig einbrechen lassen. Auswirkungen hatte dies auch hierzulande. Das Vertrauen der Investoren durch den massiven staatlichen Eingriff dürfte für westliche Anleger beschädigt sein. Gut möglich, dass weitere Maßnahmen in anderen Sektoren erfolgen werden.

Fed-Sitzung beschäftigt Anleger weniger als gedacht

Die US-Notenbank Fed hat am vergangenen Mittwoch die Anleger weniger beschäftigt als im Vorfeld angenommen. Dennoch hat Jerome Powell ein wichtiges Signal gesendet.

Der Währungshüter hält weiterhin an seiner ultralockeren Geldpolitik fest, um der durch COVID-19 lädierten Wirtschaft weiterhin auf die Sprünge zu helfen. Ziele seien weiterhin substanzielle Fortschritte in Sachen Preisstabilität und Reduzierung der Arbeitslosigkeit. Monatlich kauft die Fed dafür unter anderem rund 120 Milliarden Dollar an Wertpapiere, um die Konjunktur zu beleben.

Trotz zuletzt deutlich gestiegener Inflation will der Währungshüter die Politik des „billigen Geldes“ nicht beenden. Die Inflationsrate notierte im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 5,4 Prozent und damit so hoch wie seit August 2008 nicht mehr.

Dennoch stelle Powell klar, dass das im Fachjargon sogenannte „Tapering“ jedoch reduziert werden könne, sollte sich die Konjunktur im gewünschten Maße erholen. Möglicherweise könnten bereits im Herbst auf der nächsten Sitzung ein Abschmelzen der Konjunkturhilfen kommuniziert werden.

Die Märkte dürften angesichts reichlich zur Verfügung gestellter Liquidität durch die Notenbanken Fed als auch EZB tendenziell einen Nährboden finden.

Die grassierende Delta-Variante des Coronavirus, welche dies- und jenseits des Atlantiks als nach wie vor dominierend gilt, beschäftigt Anleger aktuell wieder weniger.

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