Im Vorfeld der heutigen Powell-Rede haben sich Anleger am deutschen Aktienmarkt zunächst zurückgehalten. Gespannt warten Marktteilnehmer auf Signale in Sachen „Tapering“, dem Herunterfahren des Tempos der aktuellen Anleihekäufe in Höhe von 120 Milliarden Dollar.

Auch die jüngsten Anschläge am Flughafen in Kabul hatten die Börsen rund um den Globus in erster Instanz zunächst verunsichert.

Die Deutsche Bank Aktie bleibt nach einer Hiobsbotschaft rund um die DWS-Tochter zunächst unter Druck.

DAX 30 auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Hochspannung vor Powell-Rede: Non-Event oder Ende der Ära des „billigen Geldes“?

Mit Spannung fiebern Investoren dies- und jenseits des Atlantiks der heutigen Rede des Fed-Chefs Jerome Powell auf dem jährlichen Notenbanker-Treffen in Jackson Hole (Wyoming) entgegen. Besagte Ansprache dürften Anleger auf Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik abklopfen. Möglicherweise könnte Powell Signale senden, welche auf ein Abschmelzen der aktuell bestehenden Anleihekäufe im monatlichen Umfang von 120 Milliarden Dollar hindeuten. Unter Umständen könnte sich die Fed angesichts zuletzt robuster US-Arbeitsmarktdaten und einer Inflation auf beachtlichem Niveau gezwungen sehen gegenzusteuern, um somit eine Überhitzung der Wirtschaft zu vermeiden.

Die Inflation notierte im vergangenen Monat im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 5,4 Prozent und damit so hoch wie im Monat zuvor. Der jüngste Strategieschwenk aus dem vergangenen Jahr akzeptiert ein Überschießen der Teuerungsrate bei knapp oberhalb von zwei Prozent. Nach wie vor herrscht der mehrheitliche Konsens in den Reihen der US-Notenbanker, dass die aktuelle Inflation nur vorübergehender Natur und diese auf sogenannte Basiseffekte zurückzuführen sei. Mittlerweile wächst die Kritik jedoch nicht nur in den eigenen Reihen, dass die Inflationsentwicklung womöglich aus dem Ruder gelaufen sein könnte.

Gut möglich, dass die heutige Rede Jerome Powells sich jedoch auch zum klassischen Non-Event entwickelt. Die Erwartungen an die Ansprache sind seit Tagen immens. Keine Nachrichten dürften als gute Nachrichten fungieren. Denn die Aussicht auf weiterhin viel „billiges Geld“ könnte die aktuell bestehende Börsenparty an den globalen Aktienmärkten in die zweite Runde schicken. Eine hawkishe Haltung der US-Notenbanker besitzt indes das Potenzial, die jüngste Kletterpartie abrupt zu beenden.

Anschläge in Kabul verunsichern Anleger rund um den Globus

Mindestens 85 Menschen sind bei Anschlägen am Flughafen in Kabul (Afghanistan) am Donnerstag ums Leben gekommen. Darunter befinden sich laut Medienberichten 13 US-Soldaten. US-Präsident Joe Biden ließ mit einer Antwort nicht lange auf sich warten, welche nach Vergeltung ruft. Für die Börsen nährt dies die Furcht vor einer weiteren Eskalationsstufe im Afghanistan-Konflikt. Auch wenn politische Börsen in der Regel „kurze Beine“ haben, scheint weitere Unsicherheit in den kommenden Tagen und Wochen vorprogrammiert. Anleger sollten sich kurzfristig auf geopolitisches Belastungspotenzial einstellen.

Deutsche Bank Aktie wegen DWS-Tochter weiter unter Beschuss

Die Deutsche Bank Aktie notieren vorbörslich im US-Handel zunächst über 3,15 Prozent im Minus, nachdem laut des Wall Street Journals bekannt wurde, dass die US-amerikanische Aufsichtsbehörde Securities Exchange Commission (SEC) Ermittlungen gegen die Tochter DWS aufgenommen hat. Demnach gehe man dem Vorwurf des sogenannten Greenwashings bei Investments nach, welche auf Nachhaltigkeit abzielen. Die Papiere der DWS Group rauschten nach Bekanntwerden des Vorwurfs zwischenzeitlich um über 13,8 Prozent in die Tiefe.

Unmittelbare Auswirkungen haben die Hiobsbotschaften auch auf die Anteilsscheine der Deutschen Bank. Solange Anleger in Sachen Vorwürfen in Nebel stochern, könnten sich die Abwärtsrisiken weiter forcieren. Bis Licht ins Dunkle gebracht worden ist, könnte noch eine ganze Weile vergehen.

Deutsche Bank Aktie auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

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