Am großen Verfallstag ist der DAX zunächst mit einem Plus gestartet. Am Vormittag notiert das Frankfurter Börsenbarometer bei 15.744 Punkten und damit 93 Zähler oder 0,60 Prozent fester. Im Blick behalten Anleger die Entwicklung rund um den chinesischen Immobilienkonzern Evergrande.

Jenseits des Atlantiks dürfte neben der grassierenden Delta-Variante die in der kommenden Woche stattfindende US-Notenbanksitzung ihre Schatten vorauswerfen.

DAX 30 auf Tagesbasis

Quelle: Tradingview

Der DAX ist am sogenannten „Hexensabbat“ zunächst freundlich in den letzten Tag der Woche gestartet. Heute verfallen an der Terminbörse EUREX Optionen und Futures auf den DAX nebst Optionen auf Einzeltitel. In der Regel führt dies zu teils unkonventionellen Bewegungen, da Anleger versuchen, den Kurs in ihre entsprechende Richtung „zu drücken“.

„Evergrande“ als Damoklesschwert über den Köpfen der Anleger

Der chinesische Immobilienriese Evergrande ist mit Schulden in Höhe von 300 Milliarden Dollar angezählt. Anleger rechnen mittlerweile mit einer Pleite des Konzerns und zeigen sich an den chinesischen Märkten entsprechend nervös. Damit wächst auch gleichzeitig die Sorge vor einer Kettenreaktion an den globalen Finanzmärkten, ähnlich wie im Jahr 2008 mit der US-Investmentbank „Lehman Brothers“.

Dazu gesellt sich eine harte Haltung der chinesischen Regierung gegen diverse Schlüsselbranchen, allen voran dem Tech-Sektor. In Hongkong gehen die Aktienkurse seitdem in die Knie. Angefangen vom Jahreshoch bei über 31.000 Zählern notiert der Hangseng-Index mittlerweile unter der Schwelle von 25.000 Punkten.

Auch die wirtschaftliche Erholung von der Coronavirus-Pandemie scheint ins Stocken zu geraten. So enttäuschten die Einzelhandelsumsätze zuletzt mit 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Erwartet wurden im Vorfeld 7 Prozent. Auch die Entwicklung der Industrieproduktion hatte enttäuscht.

„Delta Variante“ bereitet US-Anlegern Sorge – Notenbanksitzung im Blick

Die schwelende Delta-Variante des Coronavirus bereitet den US-Anlegern zusehends Sorge. Die damit im Zusammenhang stehenden möglichen Restriktionen hat Investoren wieder vorsichtiger werden lassen. Gerade im Hinblick auf die kommenden Herbst- und Wintermonate stochern Anleger im Nebel, ob es zu einer vierten Welle respektive tatsächlich neuen Restriktionen kommen wird. Die Furcht vor einer Unterbrechung wichtiger Lieferketten dürfte die Wachstumsaussichten weiter eintrüben.

Nicht zuletzt die am kommenden Mittwoch anstehende Notenbanksitzung könnte schon bald in den Blick der Anleger geraten. Am Dienstag war die US-Inflation mit 5,3 Prozent für den Monat August ausgewiesen worden. Zwar verweilt die Teuerung damit auf einem weiterhin hohen Niveau. Dennoch hoffen Anleger, dass die Dynamik nachlässt. Eine rückläufige Inflation nimmt der US-Notenbank die Argumente, das Wort „Tapering“ früher in den Mund zunehmen als geplant. Aktuell kauft die Fed monatlich 120 Milliarden Dollar an Anleihen an, um die Wirtschaft zu stützen.

Sie können zahlreiche physische Aktien mit CapTrader handeln. Eröffnen Sie noch heute ein Livekonto oder lernen Sie zunächst das Trading mit einem risikolosen Demokonto kennen.